Wasn da los? Folge 21: Die Natur gehört uns nicht.


Du gehst durch den Wald. Die Sonne scheint durch die Bäume, Vögel zwitschern, es wirkt perfekt. Doch dann siehst du eine leere Plastikflasche am Wegrand. Einige Meter weiter eine Dose im Gebüsch, tiefe Reifenspuren im Waldboden. Eigentlich wollten diese Menschen die Natur genießen, aber ihre Spuren sprechen eine andere Sprache. Wir reden über Umweltschutz, über Nachhaltigkeit, über den Schutz der Wälder. Aber wie oft tun wir trotzdem so, als wäre all das endlos verfügbar? 
Jetzt schauen wir 1300 Jahre zurück. Der Wald war nicht Kulisse für einen Spaziergang. Er war Lebensgrundlage. Holz, Heilkräuter, Beeren alles zählte. Ein alter Wanderer bleibt stehen, beobachtet, wie die Menschen vorsichtig nur das nehmen, was sie wirklich benötigen.
Es ist Odin, er sagt nichts, nickt nur knapp und zieht weiter. Nicht weit entfernt sitzt Loki auf einem umgefallenen Baumstamm. Mit einem frechen Grinsen wirft er einen Ast auf den Weg, ein junger Mann stolpert fast darüber.
Manchmal, so scheint es, sind die Hindernisse gar nicht die Natur selbst, sondern unsere eigene Unachtsamkeit. Echten Fortschritt sehen wir vielleicht nicht an mehr Technik, sondern daran, wie wir mit der Natur umgehen, mit Respekt, so wie es unsere Vorfahren tun mussten. 
Wenn du das nächste Mal durch den Wald gehst oder am Fluss entlangläufst, schau einen Moment bewusst hin. Alles da war vor uns dort und sollte auch nach uns noch da sein.

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